Der Dickdarm

Der Dickdarm, auch Colon genannt, ist hauptsächlich zuständig für das Rückresorbieren von Wasser und Elektrolyten, das bedeutet, dass diese Stoffe zurück in den Blutkreislauf transportiert werden. Dadurch wird der bereits vedauten Nahrung Wasser entzogen, es wird eine Art Schleim beigemengt und sie wird anschließend durch den Mastdarm und After als halbfester Stuhl ausgeschieden.

Einteilung des Dickdarms

Im Dickdarm werden zudem unverdauliche Nahrungsbestandteile mithilfe von vielen Bakterien und deren Gärungs- und Fäulnisvorgänge abgebaut. Er ist durschnittlich sieben Zentimeter breit und einen Meter lang. Er umgibt den Dünndarm wie eine Art Rahmen. Er besteht aus dem Blinddarm, dem Enddarm und dem Mastdarm.

Zum Blinddarm gehört noch ein zusätzlicher Wurmfortsatz, der Teil, der bei einer umgangssprachlichen “Blinddarmentzündung” betroffen ist. Der Enddarm hat noch zusätzlich vier Unterabschnitte, den aufsteigenden Teil, den Querteil, den absteigenden Teil und den S-förmigen Teil. Der Mastdarm (das Rektum) bildet zusammen mit dem Ausgang (After) das Ende des Dickdarms.

 

Funktionen

Der Schleim, der im Dickdarm produziert wird, wird von den sogenannten Becherzellen gebildet, die sich überall im Magen-Darm-Bereich um die Schleimabsonderungen kümmern. Schleim und abgestoßene Darmzellen sorgen dafür, dass selbst ohne Nahrungsaufnahme eine gewisse Menge Stuhl produziert wird. Bei Entzündungen kann es sein, dass manchmal nur Schleim ausgeschieden wird.

Der Dickdarm besteht aus Blinddarm, Enddarm und Mastdarm und umgibt den Dünndarm rahmenartig.

Der Dickdarm besteht aus Blinddarm, Enddarm und Mastdarm und umgibt den Dünndarm rahmenartig.

Die Muskelwand des Dickdarms weist bandartige Wandverstärkungen und Ausbuchtungen auf. Die eigentliche Verdauung ist im Mastdarm beendet. Dieser speichert den Kot und sorgt so dafür, dass nicht ständig in kleinen Mengen Stuhlgang ausgeschieden werden muss. Die verdaute Nahrung kann dort bis zu fünf Tage verweilen. Die Menge des Stuhls hängt von der aufgenommenen Nahrung ab. Wer viel ballaststoffreiche Kost zu sich nimmt, erhöht damit das Stuhlvolumen.

 

Bakterien im Dickdarm

Im Dickdarm leben mehr als 400 Bakterienarten, insgesamt wird geschätzt dass etwa 1,5 Kilogramm Bakterien im Darm leben und auch ausgeschieden werden. Die Hälfte des Stuhls besteht nur aus Bakterien. Eine gesunde “Darmflora”, wie das Zusammenspiel zwischen Bakterien, Pilzen und Einzellern im Darm genannt wird, wird benötigt, um eine problemlose Verdauung zu gewährleisten. Durch Stoffe wie etwa Antibiotika kann die Darmflora gestört werden, da hier viele Bakterien abgetötet werden, die eigentlich für die Verdauung benötigt werden. Hierdurch kann es zu Verdauungsstörungen kommen.

Erkrankungen von denen der Dickdarm betroffen ist sind zum Beispiel Darmkrebs Morbus Crohn, Polypen, Divertikel, Appendizitis (Blinddarmentzündung), Hämorrhoiden oder das Reizdarm-Syndrom.

 

Zusammenfassung

 

  • nach dem Verwertungsprozess im Dünndarm gelangt die Nahrung in den Dickdarm
  • der Dickdarm entfernt Wasser aus dem Stuhl und fügt Schleim hinzu
  • im Mastdarm werden Kotreste gespeichert für eine regelmäßige Verdauung
  • durch den After wird die verdaute Nahrung ausgeschieden

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